Three For Silver (USA)

Three For Silver (USA)
Dienstag | 3. April 2018 | 20:00 Uhr


„Three For Silver“ ist Postzusammenbruch, Postapokalypse, Postvolksmusik, Post… Alles. Ein sorgloses, ungebundenes Kollektiv deren einzige Regeln Überleben und Auftreten lauten. Dieses bewegliche Konglomerat einzigartiger, sowie außergewöhnlicher Musiker kann wahrscheinlich in einer Philharmonie voller ausländischer Ehrengäste aufgefunden werden, genauso wie Musik auf der Straße für geworfene Münzen zu spielen. Lucas Warford, Willo Sertain und Greg Allison bilden das schwarze Loch im Zentrum dieser verlotterten Galaxie.

Lucas Warford (Gesang, Bass) ist das hartschlagende Herz der Band, ein pumpender Dieselmotor voll Bass und Brüllen. „The acid baby of Tom Waits and Les Claypool,“ wie einst von der amerikanischen Legende Baby Gramps beschrieben. Seine einzigartigen Bässe sind die Grundlage worauf er seine Endzeitvision der Welt jault und rappt. Er ist ein religionsloser Prediger von Feuer und Schwefel, frittiert in den tiefen Sümpfen Floridas.

Willo Sertain (Gesang, Akkordeon) kommt aus den Wäldern von North Carolina. Das Produkt eines dunklen Rituals, welches versuchte den kristallklaren Gesang eines Weinglases mit einer seltenen Wildblume, die nur in Dunkelheit wächst zu kombinieren. Ihre puren Töne und eindringlichen Melodien bilden einen natürlichen Schutz vor der Verrücktheit Warfords.

Greg Allison (Streichinstrumente, Mandoline, Arrangement) ist der Meister vom puren Klang der die unbeholfenen Ideen Warfords und Sertains in irgendetwas liedähnliches verwandelt. Er komponiert Streichquartett Arrangements, als würde er den eigenen Namen schreiben und macht alles allgemein ein bisschen stilvoller. Er tauchte eines Tages einfach auf und erzählte Warford, er würde schon immer zur Band gehören. Keiner hat es je hinterfragt.

Das neue Album „The Way We Burn“ von Three For Silver ist am 1. März 2018 erschienen
Sertain war es, die den Bandnamen ausgedacht hat, dies aber dann vergaß. Sie schiebt die Namensherkunft auf ein vergessenes Kinderlied das keiner finden oder sich erinnern kann. Sertain und Warford begannen deren Kollaboration als angeheuerte Söldner für eine Europatournee mit „The Underscore Orchestra“. Ihre Liedertexte wurden im hinteren Winkel des Buses aufgekritzelt, um dann in reisemüden Auszeiten zum Erklingen gebracht zu werden. Zwischen ihnen floss die Musik ohne Ende, so entschieden sie sich an Ort und Stelle abzuspringen und eine eigene Band zu gründen. Sertain hat „Three For Silver“ als Namen vorgeschlagen, Warford stimmte zu, dann gingen sie einen Packt ein nie wieder über den Namen nachzudenken.

Three For Silver sind seit 2013 auf Tournee. Sie entfesseln dabei ihren idiosynkratrischen Klang für Zuschauer bei über 200 Konzerten pro Jahr und sind blind für alles andere als die nächste Etappe, das nächste Publikum, die nächste Nacht. Ohne einen Manager oder Booking Agent in Sicht zu haben, hat ihre monomanische Hingabe sie bereits um die Welt für Auftritte in Clubs, Bars, Theater und Wohnzimmer, sowie auf Boote, Festivals und Wochenmärkte geführt. Zuletzt arbeiteten sie in Partnerschaft mit dem US Außenministerium auf mehreren kulturellen Austausch-Tourneen nach Russland und anderen Ländern die nach echter, original amerikanischer Musik dürsten.

Gitarren und Keyboards meidend, zieht Three For Silver es vor im musikalischen Dachboden zu stöbern, Wunder und Seltenheiten herauszuziehen und neue musikalische Apparate und Instrumente zu erfinden. Ihr Klang ist beweglich und beugt sich stets den Bedürfnissen der Bühne und Lieder. Einen großen Klang für große Räumlichkeiten und ein intimer Klang für intimere Räume. Ein Widerspruch. Originale akustische Musik die nicht immer akustisch, ja sogar nicht immer original ist. Immer stilvoll, aber nie modisch. Gürtel werden enger genschnürt, Wasser steigt, aber die Musik wird überleben. Egal ob sie von riesigen Festivalbühnen übertragen wird, oder auf einem Washtub-Bass an der Straßenseite gehauen wird.

Ihr neues Album „The Way We Burn“ ist ein Beweis dieser Ästhetik. Als die Band 2014 Adam Lansky (Mixing Engineer) kennenlernte, begann eine Unterhaltung die in diesen Aufnahmen kulminiert. Lansky ist ein abtrünniger Audio-Ingenieur, ein hingebungsvoller Freak in seinem eigenen Recht. Mit einem Auge auf seinem Mikrofon – Volumen und einem anderen auf seinem Cache von Überlebensausrüstung wartet er auf den Tag, an dem die Zivilisation schließlich den Geist aufgibt. Er hat sich dem, was manche „Feldaufnahmen“ nennen würden verschrieben. Genauer beschrieben, fängt er Musik in der Wildnis, weit weg vom Studio, in den Ecken und Winkeln wo sie sich am ehesten vermehrt und wächst. Er ist ein großer Jäger, bewaffnet mit Mikrofonen und Vorverstärkern anstelle von Gewehren und Fallen.

Gemeinsam formten die Band und Adam eine Vision eines Albums, die das wilde Gewirr des Three For Silver Klangs einfängt. Aufgenommen an den unmöglichsten und möglichsten Orten, von einem nasskalten Keller bis hin zu einem wolkenbedeckten steinernen Observatorium, von einer stillen Flusshütte bis hin zu einer leeren Klavierlagerhalle. „The Way We Burn“ markiert eine neue Generation der Albumproduktion, sowie eine Band von Menschen die mehr als nur einen Klang oder Stil verkörpern.

Egal ob live, oder auf ihrem neuen Album, Three For Silver ist eine Band für diesen Moment. In dem die Zukunft schwer vorstellbar ist, es allzu leicht ist in der Vergangenheit zu verweilen, die Regeln nicht mehr zu gelten scheinen und die Unmöglichkeit deine einzige Möglichkeit ist.

(Quelle: queer.de)
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Three For Silver runs off the friction of opposing forces. Thunderous bass and dreamy melody, baritone growl and smooth soprano, new music and timeworn style. The band creates a sound that is both wholly unique and yet familiar. They’re They’re the feeling you don’t quite have a word for, or the town you just arrived in but could already call home. If it’s folk music, no one has found the country of origin. Musical comparisons include such acts as Tin Hat Trio, Man Man, Tom Waits, and Kronos Quartet.
Three For Silver grew as the brainchild of Willo Sertain and Lucas Warford, during a long international tour with the Underscore Orchestra and was named for a half-mistaken poem recalled once in a dream. It launched in 2013 and performs primarily as a trio, but also in „big band“ form with drums, horns, and strings.

Lucas Warford plays the bass like no one ever told him drums exist. In flagrant disregard of the axiom „less is more“ he has gone beyond traditional slapping and popping into a full synthesis of bass and percussion.
The Contrabasin and Bass Banjo are an expression of this idiosyncratic style. Built in 2013 these one-of-a-kind creations allow him to produce more sound than would seem possible, his hands pulling every possible tone from the strings, strings, wood, and skin of the instruments.
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